Dienstag, 6. bis Freitag, 9. Juli

300 mal Marathon (und weiter)

Der 300. absolviert als 4. von 4 Läufen anlässlich "10 Marathons in 10 Tagen" in Bad Blumau

10 Marathonläufe in 10 Tagen: Nicht neu für mich, doch in diesem Jahr mangels Vorbereitung wie auch terminlich nicht darstellbar. Vier von zehn Marathons in vier Tagen wären jedoch geeignet in mein Formtief ein tragfähiges Ausdauer-Fundament zu gießen. Zumindest war genau das meine Absicht als ich mich für die Läufe von Dienstag bis Freitag anmeldete. Wie man sieht können mit dem Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand überraschende Veränderungen verbunden sein: Mich unter der Woche für Wettkämpfe freizumachen fällt mir nun leichter als an Wochenenden.

Das "Examen" aller 10 Marathons in 10 Tagen (10in10) bestand ich 2017 in Bad Blumau in der Steiermark. Und ebenda werde ich nun versuchen wenigstens vier der Läufe zu finishen. Das Vorhaben Marathons serienweise aneinander zu reihen mag sich für Nicht- oder Nicht-viel-Läufer abenteuerlich lesen. Spezifisch und gut vorbereitet stellt es jedoch keinen Marathon- oder Ultraläufer vor unüberwindliche Hürden. Eine vielschichtige Herausforderung bedeutet es aber allemal. Als wichtigsten Widersacher betrachte ich nicht die vorhergesagte Hitze (angeblich am Donnerstag bis zu 37°C). Mit Hitze kann ich umgehen. Sonne und Wärme empfinde ich ohnehin als belebendes Elexier. Selbst im Bad Blumauer Glutofen, den ich 2017 über neun von zehn Lauftagen in vollen Zügen genoss.

Auch meine gegenwärtig etwas "derrangierte" orthopädische Verfassung wird mich nicht stoppen können. Jeder Trainingslauf der letzten drei Wochen war von einem lästigen Ziehen in der Achse Gesäßmuskel-Oberschenkel hinten links begleitet. Die zuletzt registrierte Tendenz zum Besseren lässt mich hoffen diesem "nervalen Stänkerer" alsbald davonlaufen zu können.

Was mir tatsächlich einige Skepsis beschert, ist der niedrige Ausdauerlevel, mit dem ich die vier Läufe antrete. Verschärfend auswirken könnte sich das in diesem Jahr noch schmälere Tempoband, in dem ich ausreichend lange laufen kann. Corona verleitete mich zu Nachlässigkeiten. Ein gravierender Fehler war den Faktor Tempo komplett aus dem Training des ersten Vierteljahres zu verbannen. Die diesem Versäumnis zugrunde liegende Denkweise lässt sich mit wenigen Worten zusammenfassen: Wozu Tempotraining? Bis zum Frühsommer wird ohnehin kein Lauf stattfinden! Als sich im Frühjahr dann doch Veranstalter fanden, die Marathons und Ultras unter Pandemie-Bedingungen durchführten, war es zu spät.

In den Jahren zuvor begann ich das Laufjahr mit konventionellem, eben auch Tempoanteile enthaltenden Marathontraining. In diesem Jahr joggte ich methodisch unbedacht durch die Gegend, nach Lust und Laune. Und Lust zu Tempotraining kam mir schon vor einigen Jahren gänzlich abhanden. Fordernd schnelles Laufen tut einfach nur noch weh. Als ich dann doch reichlich Marathon- und Ultraläufe im Netz aufspürte, sie auch erfolgreich beendete (15 bis heute), war für Tempotraining mangels Frische kein Platz mehr. Konsequenz: Ich kann relativ weit laufen. Mit überzogenem Tempo würde ich mich allerdings radikal "abschießen". Folglich muss ich die vier Läufe defensiv angehen, vor allem den ersten. Eine Absicht, die (hoffentlich realistische) Selbsteinschätzung in eine Zielzeit von 4:45 Stunden übersetzt.

 


 

Lauf eins, Dienstag, 6. Juli

Déjà-vu

Wie seinerzeit genieße ich "Vollpension" bei Freunden, Babsi und Hannes - alias Kraxi -, was mir den "Job" wesentlich erleichtert. Auf der knapp halbstündigen Fahrt von meinen Gastgebern nach Bad Blumau kommt es mir vor, als hätte ich diesen Weg letztmals vor ein paar Wochen angetreten und nicht vor ziemlich genau vier Jahren. Alles seltsam vertraut. Daran Anteil hat vermutlich auch das Wetter: Azurblauer, von keinem Wölkchen getrübter Himmel und bereits angenehme 20°C jenseits der Frontscheibe. Als ich kurz vor 7 Uhr im Start-/Zielbereich ankomme deutet nichts daraufhin, dass hier in einer reichlichen Stunde ein Marathon beginnen soll. Aber das habe ich erwartet: Die Teilnehmer am "10in10" können sich Zeit lassen, sie starten heute bereits zur fünften Auflage. Vom Veranstalter brauchen sie erst einmal nur den Startschuss ... Und von mir abgesehen steht heute kein Einzelläufer in der Startliste.

Ich schaue mich um: Alles wie vor vier Jahren. Alsbald beginnt die nächste Phase meiner ganz speziellen Form der "Heimkehr": Als ersten Bekannten begrüße ich den Zeitnehmer Gerald, bald darauf den Veranstalter Otto Peischl. Nur Minuten später halte ich meine Startnummer in Händen, ein prall gefülltes "Laufsackerl", dazu das Finishershirt. Zügig wickele ich letzte Vorbereitungen ab: Startnummer anheften, Schuhe anziehen, freie obere Hautpartien mit Sonnenschutzmittel abdecken ... Nach und nach treffen meine Mitläufer ein, darunter Robert, mit dem mich diverse Erinnerungen verbinden. Ich begrüße Dietmar, Ewald, schließlich auch Karl. Keiner vom kleinen Teilnehmerfeld, heute zwei Läuferinnen und 25 Läufer, geht grußlos vorbei. Ein paar andere kenne ich noch vom Sehen, die übrigen werde ich sicher in den kommenden vier Tagen kennenlernen.

WIR nehmen lockere Aufstellung zum Start. WIR "subsummiert" startbereite Läufer und Läuferinnen, zudem die Kids der Blumauer Grundschule gleich nebenan. Spalier stehend werden sie uns nun jeden Morgen mit Beifall und Bravo auf die Strecke schicken, so viel sei vorweggenommen. Heute steht außer Jubel auch noch Bewegung auf ihrem Stundenplan: Die Kinder begleiten uns auf der anfänglichen kleineren Runde von ca. 1,3 km.

Unkundige mag das desinteressiert und wie zufällig anwesend wirkende Häuflein Läufer irritieren. Tatsächlich spricht aus solcher Zurückhaltung (oder gar innerer Versenkung?) lediglich Abgeklärtheit, als zwangsläufige Folge mannigfacher Lauferlebnisse. Außerdem: Wer Tag für Tag Marathon-weit rennt, weiß: Erfolg oder Misserfolg der Mission entscheiden sich nicht auf den ersten Metern hinter der Startlinie und davor schon gar nicht. Während WIR warten spricht Veranstalter Otto - er läuft heute selbst mit - das "Wort zum Dienstag", gefolgt vom Grußwort des Obmanns (Präsident) vom ausrichtenden Verein MSC Rogner Bad Blumau. Der Startschuss nach kurzem Countdown bringt uns endlich in Bewegung.

Die Serie des Schon-Erlebten setzt sich entlang der Auftaktrunde fort. Bilder, so vertraut und deckungsgleich mit denen meiner Erinnerung, dass es mich fast schon irritiert. Ein paar Ambitionierte preschen voran, die übrigen unsortiert hinterher. Dazwischen die Kinder, von denen einige ihrem von Begeisterung entfachten hohen Renntempo alsbald Tribut zollen müssen. Ein Stück asphaltiertes Sträßchen, dann zwischen Feldern auf die Ortschaft Bad Blumau zu. Nach nicht mal 10 Minuten vollende ich die Einlaufrunde ...

... freilich ohne wirklich eingelaufen zu sein. Steif und widerwillig gebärdet sich mein Fleisch. Unmöglich derselbe verlässliche Körper, dem ich bereits 296 Marathons und Ultras verdanke. Unbewusst suchte ich lange nach einem Wort, das meine Verfassung gleichermaßen prägnant wie bildlich verständlich wiedergibt ... et voilà! hier ist es: Ungeschlacht stelze ich über Blumauer Fluren. Stärkten mir nicht ebenjene 296 M's und U's den Rücken, mir schwante nichts Gutes. So aber weiß ich: Ich werde den Körperwiderstand überwinden und ankommen, heute, morgen, an jedem Tag.

Als einziger verharre ich kurz am Verpflegungstisch und kippe mir nach nicht mal anderthalb Kilometern zwei Becher Wasser hinter die Binde. Scheint übertrieben, ist es aber nicht. Erstens werden direkte Strahlung der Sonne und rasch bis über 30°C ansteigende Temperatur den Schweißverlust verfielfachen, zum anderen schwitze ich erheblich mehr als andere. Und nun weiter zur ersten langen Runde ...

Grundsätzlich ergibt sich eine Runde als lang gestrecktes Hin-und-wieder-zurück beidseits der Ufer des Baches Safen, zu dem die Strecke unterschiedlichen Abstand hält. Zunächst windet sich der Kurs durch den Kurpark, schneidet mithin Schönes fürs Auge: Ein gut frequentiertes Taubenhotel, diverse Skulpturen, deren Botschaft sich dem künstlerisch ungeschulten Auge auch diesmal nicht erschließt, ein vom aufgestauten Bach gespeister Seerosenteich, dazu naturbelassene, "ungepflegte" Uferbereiche. Animalisch belebt ist die Strecke auf diesem Abschnitt auch: Liebeskranke Frösche quaken aus Richtung Seerosenteich und durchs flache Wasser des aufgestauten Safen stelzt elegant ein Graureiher. Allerdings nur bis er des ufernah und ungeschlacht einher trottenden Menschwesens ansichtig wird und seinem Fluchtreflex folgt. Hinterm Park, eine Weile unmittelbar am Ufer des Baches laufend, macht mein Dauer-Déjà-vu ein paar hundert Meter weit Pause: Mais wuchs vor vier Jahren schon hier, nur war er doppelt so hoch wie jetzt, übermannshoch, spendete während der frühen ersten Runde sogar Schatten. Offenbar war auch hier in der Steiermark, südlich des Alpenhauptkamms, das erste Halbjahr zu kalt.

Eine Straßenbrücke bringt mich zur anderen Bachseite und nach Schwarzmannshofen, einen Ortsteil von Blumau. Der Bach teilt die Route in fuß-wohl und -wehe. Bisher dominierten mehr oder weniger gut geschotterte Pfade und Feldwege, auf dem Rückweg erwartet mich fast ausschließlich mein Lieblingsbelag: Asphalt. Ich biege zur Thermenzufahrt hin ab, nicht ohne einen ersten forschenden Blick auf den mit feinem Maschendraht umfriedeten Hühnerhof nebenan zu werfen: Ausschließlich Hühner leben heute hier. Dem sich damals wohlig suhlenden Glücksschwein scheint am Ende dann doch das Unglück in Gestalt des Metzgers begegnet zu sein. 2017 bildeten Sau und Federvieh eine WG, wobei ersteres das Privileg an der frischen Luft fettwerden zu dürfen bisweilen mit einem zufriedenen Grunzen unterstrich. Seinerzeit nutzten wir die große Runde an sieben von zehn Tagen*, multipliziert mit 9 Wiederholungen kam ich hier 63 mal vorbei. Oft genug, um mich an des Schweines Wohlergehen ausgiebig zu erfreuen.

*) An drei Tagen wurde eine kürzere Pendelstrecke belaufen.

Und nun das absolute Highlight der Runde, die Hundertwasser-Therme von Bad Blumau. Eines leider schon verstorbenen Künstlers und Architekten Genius erschuf ein einzigartiges Gebäudeensemble. Bunte Fassaden, die Gerades und Eckiges so weit es Funktionalität überhaupt erlaubt, verdrängen. Goldene Zwiebeldächer auf Türmchen, knubbelig, runde, in allen Farben des Regenbogens gehaltene, Arkaden tragende Säulen. Meiner Frau und mir wird angesichts solcher Elemente warm ums Herz. Nicht nur hier in der Therme, in deren Hotel und Bädern wir ein verlängertes Wochenende verbrachten. Zu Lebzeiten holte man den Österreicher mit dem unverwechselbar warmherzigen Stil auch nach Deutschland, wo er einen Bahnhof (Uelzen), eine Schule (Wittenberg) und viele andere Gebäude verschönern durfte ...

Dass die Therme am Hang eines sanften Hügels errichtet wurde, bringt ein paar Buckel, ein bisschen Auf und Ab in der Laufstrecke mit sich. Ich betrete das Thermengelände von der Lieferantenseite her, erhalte deshalb auch Einblicke, die dem Kurgast verborgen bleiben. Etwa die vielen Lkw, die hier täglich verkehren, Wäsche bringen und holen oder Food und Nonfood liefern. Angestellte, die zu den unterschiedlichsten Uhrzeiten kommen und gehen oder vor Eingängen zu einer wohlverdienten Pause verweilen. In einem Durchlass zwischen zwei Gebäuden steht die zweite "Labe", wie Verpflegungsstellen in Österreich heißen. Thermenpersonal ergänzt unablässig und über viele Stunden den Vorrat an Wasser und eisgekühlter Cola. Dankbar fülle ich mir auch hier den Bauch mit einem Mix aus Cola und Wasser.

Weiter durch die Außenanlagen der Therme, noch eine ziemliche Weile dem mittlerweile von üppigem Grün umflorten, bunten "Zuckerbäckerstil" hundertwasserscher Prägung huldigend. Schließlich auf der mit bunten, im leichten Wind flatternden Fahnen geschmückten Hotelzufahrt hinaus und dem nahen Bad Blumau zustrebend. Nomen est omen, ganz Blumau wirkt auf mich wie ein Park. Entlang einer minimal abschüssigen Allee aus jungen Laubbäumen begrüßt Blumenschmuck den Besucher. Blütenpracht, die nicht sich selbst überlassen bleibt. An jedem meiner Lauftage wird mir der fürs Gießen zuständige Gemeindearbeiter wohlwollend zunicken, sobald ich an seinem Minitraktor mit Tankanhänger vorbeijogge ...

Die Allee führt zum Ortskern, vor dem ich zum Bach hin abbiege. Der mit beiläufigem Blick hügelwärts erhaschte Eindruck bliebe folglich flüchtig, wäre mir nicht beschieden ihn noch achtmal an diesem und weitere 3 x 9 Mal an den Folgetagen aufzufrischen. Ein Bild beinahe vollkommener Idylle: Ein Marterl mit buntem Heiligenbildnis bewacht den Abzweig zum weiter oben am Hang stehenden Kirchlein. Mit zwiebelförmiger Kuppel gedeckte Kirchtürme kennt man. Den Blumauer Kirchturm schmückt gar eine "Doppelzwiebel" mit vertikal eingeschobener Aussichtskanzel. Nahes Marterl und erhöht stehende Kirche fesseln meinen Blick in einem Maße, dass mir zwei drollige Dorfbewohner in dieser ersten Runde entgehen ...

Ich erreiche den Safenbach und überquere ihn auf einer zum Rundbogen erhöhten Holzbrücke. Grüner Filz, der bei Nässe vermutlich die Rutschgefahr bannen soll, bedeckt die Bohlen unter meinen Füßen. Jenseits der Brücke nach rechts und auf fein geschottertem Weg dem Bachlauf folgen. Zweihundert Meter weit, bis der Weg dem Ziel zustrebt, wo ich die etwa 4,55 Kilometer lange Auftaktrunde vollende.

Mein Körper leistet "hinhaltenden Widerstand". Anders kann ich nicht beschreiben, was ich spüre. Ich überließ ihm die Tempofindung und betraue ihn nun mit der Aufgabe dieses Tempo konstant zu halten. Mein Bewusstsein steuert im Grunde nicht mehr als Willenskraft bei. Den Willen den steten physischen Widerstand über Stunden zu überwinden und die damit verbundene Last zu ertragen. Das hört sich weit weniger "lustvoll" an, als es in der Ausführung tatsächlich ist. Freude am Laufen, Freude an diesem Parcours, stellt sich trotzdem ein. Nicht unmaßgeblich dafür ist das herrliche Wetter. Es erinnert mich bei jedem Schritt an meine 10 Marathons in Folge vor vier Jahren auf identischer Runde. Ein wunderbares Erlebnis damals und alles will mir weismachen, dass es diesmal ähnlich laufen wird. "Laufen" allerdings mit reduziertem Tempo, meiner aktuellen Form entsprechend.

Durch Runde zwei bewege ich mich in weitgehender "Einsamkeit". Längst enteilt die Schnelleren, die Langsameren außer Sichtweite hinter mir zurückgefallen. Und für die Überrundung der Leistungsschwächsten ist es noch zu früh. Ich bewege mich in gewisser Weise "wie von Gummibändern gehemmt" aber mit ausreichend Kraft. Dann und wann werfe ich einen Blick auf die Geschwindigkeitsanzeige meiner Uhr. Rein zur Kontrolle, um ... ach, egal wozu ... Ansonsten genieße ich Wärme, Sonne, Schwitzendürfen - mein Wetter! - und die Aussicht meinem Marathonkonto bald einen Lauf unter Bestbedingungen hinzubuchen zu dürfen.

Im Hinblick auf Kraftersparnis und Fußschonung optimiere ich meinen Laufweg. Wo möglich weiche ich dem etwas grobkörnigen, bremsenden Schotter in der Laufspur aus. Nutze festere Bereiche oder den mit Gras durchsetzten Rand des Pfades. Seerosen-Froschteich, kleiner Holzsteg, unter der Straßenbrücke hindurch, dann ein "S" im Kurpark auslaufend. Unter Bäumen weiter mit Blick zu den weitläufigen, wenig belebten Koppeln eines Reiterhofes. Nur ein paar wild peitschende Schweife verscheuchen an diesem Morgen blutrünstige Insekten. Ein paar hundert Meter weiter, am Ufer des Safenbaches, haben die geflügelten Vampire es dann auf mich abgesehen. Ich bleibe auf der Hut, auch wenn unablässige Vorwärtsbewegung mich weitgehend vor Stichen schützt. Schon wieder wäre Anlass über die Folgen des Älterwerdens zu sinnieren. Kurz umrissen: Über alle Laufkilometer gemittelt lag mein Lauftempo vor einer Dekade noch bei etwa 5 min pro Kilometer. Zu jener Zeit hatten Bremsen nicht den Hauch einer Chance zum Stich zu kommen. Ich rannte ihnen schlichtweg davon. Mit diesem Totalschutz war es vor einigen Jahren vorbei: Bei dann im Schnitt nur noch etwa 6 min/km glückte dem einen oder anderen blutsaugenden Flugkünstler durchaus eine Landung. Schlussfolgerung: Der Blutzoll beim Laufen steigt mit dem Lebensalter.

Zum zweiten Mal lasse ich die Therme hinter mir und halte auf Bad Blumau zu. Ein paar im Grunde harmlose Buckel auf dem asphaltierten Abschnitt in und hinter der Therme erhöhen die Herzfreqenz. Anstiege, die, auch daran lässt meine Erinnerung keinen Zweifel aufkommen, mit jedem Umlauf höher werden. Auf der leicht abschüssigen Dorfallee ist dann jedes Mal Erholung angesagt. Feiner, glatter Asphalt spart Kraft und ein bisschen Schatten gönnt auch den Poren eine Pause. Unterstützt übrigens von einer leichten, herrlich kühlenden Brise aus südlicher Richtung.

Vorm Abbiegen im Dorfkern drehe ich den Kopf einmal mehr in Richtung Marterl und Kirche. Vermutlich ein, zwei Sekunden früher als vorhin und nun auch mit einem Auge für mehr Details: Ein Storchennest! Wie einem Bilderbuch entlehnt drohnt das meterbreite Nest auf hoher Esse. Darin wie eingefroren Ausschau haltend der schwarz-weiß gefiederte Eigentümer. Die Vogelbehausung ist zu weit entfernt und ich bin zu rasch vorbei, um die tatsächliche Wohnsituation zu erkennen. An einem der Tage werde ich das Nest aus erhöhter Position von der Kirche aus und im Abstand von etwa 20 Metern in Augenschein nehmen. Ein Storchenpaar logiert dort oben. Dass sie sich um Nachwuchs kümmern, kann ich allerdings nur vermuten. Indizien: Eine oder einer erhebt sich nicht vom Nest, zudem fliegt immer nur ein störchischer Partner zur Futterbeschaffung aus ...

Runde drei legt offen wie es derzeit um meine orthopädische Robustheit bestellt ist. Er ist wieder da, der dumpfe Schmerz, vom linken Gesäßmuskel ausgehend und vorm Oberschenkel hinten nicht haltmachend. Wobei "Schmerz" zu dramatisch klingt. Ein lästiges, unangenehmes Ziehen, das mit "1" bis "2" zu benoten wäre, müsste ich es auf einer Skala einordnen, die mit "10" das entsetzliche Ende bezeichnet. Wenn es so bleibt, kann ich damit leben. Einstweilen.*

*) Um diese Blessur nicht mehrfach thematisieren zu müssen: Der "Schmerz" hält seinen insgesamt niedrigen, leicht auf- und abschwellenden Level bis zum Ende bei.

Nach Runde drei halte ich erstmals Einkehr vor der Anzeige mit den Zwischenständen. Ausschließliche Motivation: Kontrolle, ob der Transponder in meiner Startnummer sicher seinen Dienst verrichtet. Gerade erscheint meine Zeile am oberen Rand des Monitors: "Udo Pitsch" steht da und unter Runden eine "4". Einschließlich der kleinen Auftaktrunde völlig korrekt. Mehr wollte ich nicht wissen, wende mich folglich ab, weitere in der Zeile vermerkte Daten ignorierend.

Der Einsamkeit des Langstreckenläufers entkomme ich nicht wirklich, auch wenn ich nun nach und nach die langsameren Teilnehmer im Feld überrunde. Frühzeitig den Italiener Paolo Gino und den Österreicher Karl; eine Runde später in rascher Folge Ewald, die Italienerin Carla Giovanna Gavazzeni und schließlich die schillerndste Erscheinung des Tages: "Mr. Bollywood". In Wahrheit trägt der auffallend kleine Mann (von kleinem Wuchs, dazu schmal und feindgliedrig) den Namen Pandian Sivabalan. Die Namensgebung "Mr. Bollywood" verdankt er der Lärmemission seines Handys. Im Umkreis von mindestens 30 Metern entgeht niemand dem für mitteleuropäische Ohren geradezu folternden Geleier, das mich spontan an Filmmusiken des Bollywood-Genres erinnert.

Was für ein bunter Vogel mir da heute und an den Folgetagen über den Weg läuft, kann ich zu diesem Zeitpunkt allenfalls ahnen. Auf seinem T-Shirt lese ich "Pandians Marathon Academy". Später erzählt mir das World Wide Web mehr über den in Österreich lebenden Mann, vor allem auf der Internetseite seiner "Marathonschule". Ich überhole da einen weltweit sammelnden Viel-Finisher, der laut Google diverse "10in10-Marathonformate" in seiner Heimat Indien geplant haben soll. Eigenen Angaben zufolge begann er erst mit ungefähr 50 Lebensjahren und nach Diagnose Diabetes mit dem Laufen. Ungefähr 400 Marathons soll er seither binnen sieben Jahren angehäuft haben ... Stramme Leistung eines Seelenverwandten, der bei seinem Pensum allerdings für wenig mehr als Laufen in seinem Leben Platz haben dürfte.

Kontrollblicke zur Uhr belegen mein gleichmäßiges Tempo über alle Runden. Die nach und nach steigende, irgendwann die 30°C-Marke knackende Lufttemperatur ändert daran ebenso wenig, wie die erbarmungslos hernieder brennende Sonne. Erbarmungslos dürfte jene Vokabel sein, die den meisten meiner Mitkämpfer mit Blick zum Himmel in den Sinn kommt. Mir ist es mitnichten zu warm, nicht einmal in den drei Schlussrunden, in denen selbst mir das Wort "Hitze" geläufig zu werden beginnt. Natürlich suche auch ich jedes Fleckchen Schatten (keine 10 Prozent der Strecke) und freue mich über den gelegentlich auffrischenden, kühlenden Wind. Im Übrigen genieße ich die schweißtreibenden Verhältnisse, ungeachtet des Umstandes, dass sie rein physisch auch mir zu schaffen machen. Unmengen von Wasser, Iso und Cola, bei denen ich staune wie mein Magen-Darmtrakt sie überhaupt verarbeiten kann, ersetzen den in Litern bemessenen Wasserverlust. Alles an mir ist klatschnass und überall am Körper rinnen Sturzbäche. Lästig daran allein das in kurzem Takt vollführte Wischen über Stirn und Schläfen. Meine Laune kann das nicht trüben. Ganz im Gegenteil: Rein mental betrachtet bestes Laufwetter für Udo!

Zuletzt empfinde ich, was zu empfinden offenbar unausweichlich ist: Meine Beine werden müde und ich muss mit vermehrtem Willenseinsatz meinen Schritt konservieren. Insbesondere in der Schlussrunde kommt mir der Gedanke es langsamer angehen zu lassen, vor allem mit Blick auf die noch ausstehenden drei weiteren Marathons. Warum ich die Idee verwerfe, bleibt ungewiss. Vielleicht, weil ein Teil in mir weiß, dass ein paar Kilometer gebremsten Trotts im Hinblick auf morgen keinen Unterschied machen. Wie dem auch sei: nach 4:43:19 Stunden setze ich einen Haken hinter der für diesen Tag gesetzten Zielzeit.

Ergebnis Lauf 1:  4:43:19 h, Platz 7 von 27 Teilnehmern und Teilnehmerinnen.

 


 

Lauf zwei, Mittwoch, 7. Juli

Wo ist Angela?

Äußerlich und innerlich völlig ruhig beschäftigt mich doch die entscheidende Frage: Wie wird es heute laufen? Konnte ich ausreichend Ausdauer ersetzen seit gestern? Wichtiger noch: Hat mein Bewegungsapparat die Belastung verdaut? - Steife erste Schritte, da und dort zwickt es. Das habe ich erwartet, weil es sich am "Tag danach" immer so anfühlte. Verhalten, mit stark reduziertem Tempo eröffne ich den zweiten Marathon. Statt wachsendem Widerstand spüre ich, dass sich mein Bewegungsablauf stetig verbessert. Über mehrere Minuten laufe ich mich frei und eingangs der ersten langen Runde lese ich bereits wieder Tempowerte ab, die den gestrigen nahekommen. Das anfängliche leichte Ziehen im Gesäß links löst sich auf mysteriöse Weise in nichts auf.

Wieder mein Wetter: Etwa 21°C zum Start, dazu blauer, wolkenloser Himmel. Im ersten Halbjahr vom Laufwetter nicht gerade verwöhnt, scheint mich der steirische Himmel nun für erlittenes Ungemach entschädigen zu wollen. Ganz ehrlich und ernsthaft: Ich empfinde das als großes Glück. Zumal mir an solchen Bilderbuchtagen Wettkämpfe stets gut vom Fuß gingen.

Karl tritt heute zum 150. Marathon an - hieß es vorm Start. Ich erinnere mich, dass er vor vier Jahren hier seinen 50. vollendete. Also 100 Marathons in vier Jahren. Wie bei mir: Seinerzeit feierte ich hier meinen 200. und - wenn alles klappt - übermorgen Nummer 300. Auch deshalb kam ich nach Bad Blumau: Mir gefiel die Idee den nächsten vollen Hunderter an derselben Stelle zu begehen wie den vorherigen.

Carla, die Italienerin, hat nach dem Lauf zur Pastaparty eingeladen. Eine wunderbare Idee und sicher ein delikates Mahl, an dem ich nur leider nicht werde teilnehmen können. Meine Gastgeber Babsi und Kraxi haben mich zu einem Grillabend eingeladen. Anlässlich der ersten fälligen Überrundung werde ich mich bei Carla für heute Abend "abmelden". Auf der anfänglichen kleinen Runde hüllt sich Carla übrigens in italienisches Flaggentuch. Patriotismus in Landesfarben dokumentiert: Gestern Abend zog die Squadra Azurra gegen Spanien nach Elfmeterschießen ins Finale der Fußballeuropameisterschaft ein ...

Die ersten Runden vollziehen sich in begrüßenswerter Ereignislosigkeit. Motto: Wenn gar nichts passiert, stößt mir auch kein Übel zu. Das Laufen fällt mir nicht leicht aber auch nicht übermäßig schwer. Kann so bleiben. Ich genieße die Umstände und die diversen Nah- und Fernsichten. Der Kurs wird nicht langweilig, was nach gestriger neunfacher Wiederholung immerhin nicht selbstverständlich ist. Das war vor vier Jahren schon so. An keinem der Lauftage im selben Parcours wurde ich der sich wiederholenden Bilder überdrüssig. Im Gegenteil, an der bunten Harmonie der Hundertwassertherme saugten sich meine Blicke von Mal zu Mal fest. Für mich gibt es keine heimeligere Architektur in dieser Welt, als die in diesen üppig verzierten, alles Geradlinige meidenden Häusern verwirklichte.

Ich grüße auch zum Storchennest hinüber, nehme mir vor den großen Vogel heute nach dem Lauf zu besuchen. Nach dem Reiher von gestern halte ich vergebens Ausschau und irgendwann registriere ich auch die vollkommene Stille in Höhe Seerosenteich. Nicht ein zaghaftes Quaken dringt von dort heran. Hat etwa der Schatten eines jagenden Reihers oder gar des Storches die balzenden Kröten verstummen lassen?

In Runde vier taucht Carla vor mir auf. Ich überlege mir meine Rede, versuche mein Anliegen so einfach wie möglich zu formulieren, auf Deutsch und Englisch. Vom Grillen zu faseln hätte mangels Vokabular wenig Sinn, also begründe ich meine Abwesenheit mit dem "weit entfernten Quartier". Erst auf Deutsch und dann in Englisch. Was sie besser versteht weiß ich nicht, dass sie es versteht signalisiert sie mit Gesten. Dann fällt mir Angela ein. Mit vollem Namen Angela Gargano, Italienerin wie Carla und zugleich eine italienische Marathonlegende. Ich lernte Angela hier vor vier Jahren kennen und traf sie ein weiteres Mal beim 6h-Lauf in Reggio nell'Emilia. In den letzten Jahren war Angela stets hier in Bad Blumau am Start, wider Erwarten in diesem Jahr nicht.

Einleitend frage ich Carla, ob sie Angela kennt. Selbstverständlich eine überflüssige Frage: Welche italienische Vielläuferin sollte die Rekordfrau Angela nicht kennen. Angela, die im letzten Jahr ihren 1.000sten Marathon lief!! Angela, die das Kunststück fertig brachte, als erste Frau weltweit in einem Jahr 100 Marathons zu finishen (was ihr damals einen Eintrag im Guiness Buch der Rekorde einbrachte). Mein törichtes "Do-you-know-Angela" initiiert bei Carla eine Gefühlsexplosion. Sätze brechen aus ihr heraus, die eine gewisse Enttäuschung nicht verhehlen können. Angela habe keine Lust gehabt mit hierher zu fahren, berichtet Carla. Ihrer stimmlichen Leidenschaft nach zu urteilen muss Carla mit Engelszungen geredet haben - doch leider erfolglos. Schlussendlich reicht sie erkärend nach, was ich mir bereits zusammenreimte: Nach nunmehr über 1.000 Marathons ist Angelas Ehrgeiz nicht mehr derselbe ... Was ich irgendwo verstehe: Welches Ziel soll Angela im Alter von nun 60 Jahren noch anpeilen? 2.000 wird sie nicht mehr schaffen und selbst weitere 500 dürften schwerlich noch zusammenkommen ...

Der heutige zweite Marathon geht mir ... ja, was eigentlich? ... sicher nicht leichter vom Fuß. Aber kürzer kommt er mir vor, ohne dass ich die Ursache dafür zu fassen bekäme. Wozu auch? Lieber die Tatsache genießen, dass es sich so anfühlt. In Runde fünf überlaufe ich die imaginäre Halbmarathonmarke, nehme an derselben Stelle die Zeit wie gestern: 2:23 Stunden. Also etwas langsamer als gestern. Will ich zulassen heute mehr als vierdreiviertel Stunden zu brauchen? Das lautlos zu mir selbst gesprochene "Nein" klingt entschlossen und deshalb erhöhe ich das Tempo. Mal einfach so, als wäre es selbstverständlich die Mehrleistung bis Ultimo erbringen zu können. Frag mich nicht, warum ich mir das auferlege. Ich wüsste keinen stichhaltigen Grund zu nennen. Zudem ist die Tempoverschärfung keinem meiner Ziele, die ich mit den vier Marathons in Serie verbinde, in irgendeiner Weise förderlich. Eher im Gegenteil, wie sich jeder leicht ausrechnen kann. Vielleicht brauche ich dieses Spiel mit mir selbst und dem Risiko. Vielleicht will ich mir auch nur einfach beweisen, dass ich besser drauf bin als vermutet.

Ich überhole Karl zum zweiten Mal. Ich hege keinen Zweifel daran, dass er seinen 150. Marathon heute einfahren wird. Schon deshalb, weil Karl ausschließlich geht. Gestern brauchte Karl für seinen 149. Marathon 9:19 Stunden. Nein, kein Schreibfehler, tatsächlich über neun Stunden. Daraus lässt sich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 4,5 km/h errechnen. Ich thematisiere das ohne jeden Dünkel, ohne elitäre Überheblichkeit und wirklich frei von Kritik. Und ich thematisiere diese unglaublich lange Zeit für einen Marathon nur aus einem Grund: Für mich ergibt das Sammeln von Marathons auf diese Weise absolut keinen Sinn. Ich suche diesen Sinn, begreife aber nicht, welcher Wert von "gegangenen" Marathons für Karl ausgeht. Ich sporne ihn an, wenn ich ihn überhole. Jedes Mal, heute, morgen, alle Tage. Er genießt meine Achtung, außerdem gehört sich das so, schließlich grüßt er auch mich beim Vorüberlaufen. Überdies ist er ein netter Kerl. Aber ich verstehe Karl nicht. Man muss sich nicht mit dieser Absolutheit vergattern wie ich das mit mir mache: Jeden Meter laufen, keinen gehen. Nur dann bin ich mit mir zufrieden und bei guter Laune. Ausnahmen lasse ich zu, wenn sie unumgänglich sind: Trinken, Essen, Kraft ausgegangen, Weg zu steil ... sowas. Aber flach? Da MUSS ich laufen, alles andere kommt mir sinnfrei vor. Folgerichtig habe ich meinen Ausstieg aus dem Marathonzirkus schon seit Langem festgelegt: Der Zeitpunkt wird gekommen sein, wenn es mir nicht mehr gelingt eine flache Strecke komplett zu laufen. Und ich weiß, dass ich mich daran halten werde. Denn nur laufend empfinde ich Freude an langen Strecken.

Zum Ende hin klettert das Quecksilber wieder über die 30°C-Marke, bleibt bei 32 oder 33°C stehen. Erneut komme ich mit der Hitze bestens zurecht. Ist das eigentlich normal für einen alternden Herrn? Das unablässige Schweißwischen nervt, ansonsten halte ich mich durch exzessives Trinken gut hydriert. Ich kann nur schätzen, gehe aber davon aus, zwischen vier und fünf Litern Flüssigkeit in mich reinzupumpen. Das Erstaunlichste daran ist, dass wenig bis nichts dieser immensen Menge Flüssigkeit in meiner Blase ankommt ...

Zwei Trinkpausen pro Runde kosten natürlich viel Zeit, insbesondere am Tisch im Thermengelände, wo wir uns die Becher selbst mit Cola und Wasser auffüllen. Um Zeit zu sparen, beeile ich mich, halte die nötigen Pausen so kurz wie möglich. Ziel: Auch heute unter 4:45 Stunden bleiben. In den Runden sieben und acht feuere ich mich gehäuft an schneller zu laufen, was mir mehrfachen Tempochecks zufolge auch gelingt. Die Schlussrunde stellt mir für derartiges - wie sich nun zeigt - Überpacen die Quittung in Form tonnenschwerer Beine aus. Ich mäßige meine Geschwindigkeit leichten Herzens: Hochrechnungen sehen mich trotzdem deutlich unter 4:45 Stunden im Ziel ... Schlussendlich brauche ich zweieinhalb Minuten weniger als gestern.

Ergebnis Lauf 2: 4:40:52 h, Platz 5 von insgesamt 23 Teilnehmern.

 


 

Lauf drei, Donnerstag, 8. Juli

Es ist nicht wie es sich anfühlt

Sonne, blauer Himmel, Wärme zum Auftakt, dieselben Gesichter, frohes, teils vertrautes Begrüßen, Ansprache vorm, Kinderspalier zum Start. Alles wie gehabt, fast alles. Nur ich bin anders. Nicht im Kopf, der denkt weiter frohgemut. Seit gestern nach dem Lauf zwickt's unangenehm im Kreuz. Solche Störenfriede plagen mich bisweilen, das war schon immer so. Viele Menschen wissen um ihre Achillesferse, meine tarnt sich als Wirbelsäule Erfahrungsgemäß werde ich das binnen weniger Minuten "rauslaufen". Ob allerdings der Motor, mein Energiestoffwechsel, noch anspringen wird, da hege ich ernsthafte Zweifel. Nur mit Mühe bringe ich die "Kiste" in Schwung und behalte ihn bei.

Keine Spur genussvollen Laufens an diesem Morgen. Es fehlt nicht viel und ich wäre versucht von einer "qualvollen" ersten Runde zu sprechen. Langsamer will ich aber auch nicht laufen, um nicht zu sehr hinter die Leistungen von Tag eins und zwei zurückzufallen. Irgendwie wird es gehen, Hauptsache am Ende steht eine "4" vor meiner Abschlusszeit ...

Zu Beginn des zweiten Umlaufes leistet mein Körper weiter hinhaltenden Widerstand und das Zwicken im Kreuz will partout nicht klein beigeben. Letzteres ist ungewöhnlich und ein bisschen besorgniserregend. Aber die Laune lasse ich mir davon nicht vermiesen. Dafür ist der Tag einfach zu strahlend, wettertechnisch erneut perfekt - Udo-Wetter! Irgendwann wage ich dann doch mal einen Kontrollblick zur Tempoanzeige meiner Uhr: Knapp über 6 min/km. Messfehler???

Weiter durch den Kurpark. Wo der leichte Wind im Rücken steht, investiere ich schon jetzt enorme Mengen Schweiß. Seit Ende letzter Woche drohte die Wetter-App für heute den heißesten Tag der Woche an, 37°C in der Spitze. Quasi über Nacht wurde die Prognose korrigiert, wie an den Vortagen soll das Quecksilber die 30er-Marke "nur" um ein, zwei Grad überspringen. Soll mir recht sein, auf den Nachweis auch extremeres Klima unbeschadet (= alles laufend) zu überstehen kann ich gut verzichten.

Beim Laufen geht mir dies und das durch den Kopf. Ich bin abgelenkt, horche nicht ständig in mich rein. Als ich den "Tagesbaustellen" wieder mal Aufmerksamkeit schenke, spüre ich im Kreuz ... nichts mehr! Auch wenn ich diesmal gut anderthalb Runden aufwenden musste: alles Arge im Kreuz wird (bei mir) durch Laufen besser. Massive Attacken in der LWS-Gegend gehören der Vergangenheit an, seit ich unentwegt mit spezifischem Krafttraining dagegen antrainiere. Bevor mich der Sportarzt dazu verdonnerte, galt aber auch schon: Schaffte ich es mich unter Schmerzen tief genug zu bücken, um die Laufschuhe zuzubinden und überstand die ersten fünf höllischen Minuten, dann klang der Schmerz im unteren Rücken ab. Oft bis unter die Wahrnehmungsgrenze. Laufen stillt also nicht nur mein Bedürfnis nach Bewegung und damit verbundenen Erlebnissen, es befriedet auch meinen Rücken. Laufen ist Therapie.

Vorhin ging's mir gut, jetzt geht's mir noch viel besser. Keine Sorge mehr, das ramponierte Kreuz könnte meine Pläne vereiteln. Mal wieder ein Blick zur Uhr ... Erneut meldet die ein Tempo, das mir nicht einleuchtet. Weil es sich nicht mit meinem schlappen, gehemmten Laufgefühl deckt. Besser als gestern? Wie soll das gehen. Zweifelnd beginne ich mit fortlaufenden Tempochecks und bin von Mal zu Mal mehr verblüfft: Selbst nach Trinkpausen bleibe ich unter 7 min/km. Pausenfreie Kilometer bilden sich samt und sonders mit Zwischenzeiten unter 6:20 Minuten ab. Abwechselnd misstraue ich der Technik, dann wieder meiner physischen Wahrnehmung. Oder verhält es sich so, dass ich mich grenzwertig beansprucht fühle, gerade weil ich flotter unterwegs bin als gestern? Wäre eine Erklärung. Da ich mich aber wie üblich nicht bewusst in die "Tempofindung" einmischte, resultiert daraus die nächste Frage: Wieso martert mich der körpereigene "Temporegler" mit überhöhter Laufgeschwindigkeit? - Es ist wie es ist und ich lasse es dabei. Der "Tempomat" wird schon "wissen", was er tut oder besser: Was mir guttut. War ich nicht stets gut beraten mich auf ihn zu verlassen?

Pro Runde zweimal reichlich aber nicht übermäßig trinken. Dieser Rhythmus stellte sich bereits an den Vortagen als bestmögliche Alternative heraus. In der Summe trinke ich auf diese Weise mehr als an nur einer Verpflegungsstation und breche doch nie mit Völlegefühl im Bauch wieder auf. Zwei Stationen, zwei Stopps, kosten natürlich mehr Zeit. Ich versuche den Zeitverlust durch rasches Trinken und kürzestmögliche Aufenthalte zu reduzieren. Resultat meiner Bemühungen und des unerklärlich hohen Tempos: Für den Halbmarathon brauche ich heute nur 2:18 Stunden. Um finaler Enttäuschung vorzubeugen, gehe ich einstweilen davon aus irgendwann gravierend einzubrechen ...

Die Langsameren überrunde ich im üblichen Takt und in der gewohnten Reihenfolge. Stets als ersten den gemütlich einher wandernden Italiener Paolo Gino. Anlässlich einer abendlichen Netzrecherche zu den Marathonsammlern in unserem Feld stoße ich an unerwarteter Stelle auf ebendiesen Paolo Gino. Seit ein paar Jahren steht er dem Club Super Marathon Italia, dem italienischen Pendant zum deutschen 100 Marathon Club, als Präsident vor.

Ihm oft nur ein paar Schritte voraus überhole ich als nächsten Karl. Gehend natürlich. Wer Karl nicht kennt, wird trotzdem keine Mühe haben ihn von jedem anderen zu unterscheiden: Such den Mann in der buntesten Aufmachung - Grundfarbe an diesen Tagen: Rosa -, der überdies stets eine Fahne bei sich trägt. Gründe für diesen Habitus? Da ich nicht die Zeit fand ihn zu fragen, weder vor vier Jahren noch dieses Mal, vermag ich sie leider nicht zu liefern.

Nun ist Carla an der Reihe überholt zu werden. Natürlich wollte ich wissen, wie viele Marathons die Italienerin bereits auf dem Kerbholz hat und wurde in der jährlich vom 100 Marathon Club Japan (Full Hyaku Club) veröffentlichen Liste "World Megamarathon Ranking 300+" fündig. Darin stehen für Carla 585 Marathons zu Buche (Stand Ende 2020), womit sie auf Gesamtplatz 195 rangiert, als drittbeste Italienerin übrigens.*

*) Mich braucht man in dieser Liste erst gar nicht zu suchen. Erstens bin ich nicht Mitglied im 100 Marathon Club Deutschland, erscheine also auf keiner "offiziellen" Zählliste. Zum anderen wäre ich Ende 2020 mit 281 Marathons noch nicht für einen Eintrag im "Ranking 300+" reif gewesen. Ab morgen, falls mir Nummer 300 gelingen sollte, nähme man mich im "elitären" Kreis der 300-Ender auf. Dann rangierte ich mit einigen anderen am unteren Ende der 13seitigen (!) Liste, auf einem Platz zwischen 900 und 1.000 ... Das nur, um meine bescheidene Sammelleidenschaft im Weltmaßstab richtig einzuordnen.

Auch Mr. Bollywood überrunde ich mehrmals. Gleichfalls unverwechselbar: Schmächtig von Gestalt, superultrakurzer, höchstfrequenter Tippelschritt, dazu die aus einer anderen Welt herüber schallende, die Hörnerven drangsalierende Bollywood-Musik. Bereits 407 Marathons gesteht die Liste dem ewig lächelnden Inder zu.

Kein Mucks am Morgen aus Richtung Seerosenteich und daran ändert sich bis zum Finish nichts. Ist es den Fröschen zu heiß? Oder hat "mein" Storchenpaar unterdessen die Krötenpopulation komplett verspeist? Es wurde mir zur lieben Gewohnheit auf jeder Runde einen Blick zum Nest auf dem Schornstein zu werfen und Familie "Adebar" stumm zu grüßen. Überhaupt verwende ich wieder mehr Aufmerksamkeit auf optische Reize am Streckenrand als auf innere Widerstände. Und obwohl sie mir durchaus schwerer fallen als gestern, vergehen die Runden wie im Fluge. Nur noch drei, dann zwei Runden, alsbald schon der letzte Umlauf.

Der Tempoeinbruch bleibt aus. Wie insgeheim erwartet, auch wenn ich ihn mir als mentalen Schutzmechanismus lange einredete. Eingangs der letzten Runde, deren Dauer ich mit realistischen 30 min ansetze, darf ich mit einer Endzeit um 4:35 Stunden rechnen. Mithin muss ich auf der zweiten Streckenhälfte noch hurtiger unterwegs gewesen sein. Erklären könnte ich das nicht, obwohl ich in diesem Körper residierend jede Runde miterlebte. Es wird von drei Marathons in Serie der Schnellste. Anlass und als Zwischenresultat durchaus zulässig mir selbst zu bescheinigen in brauchbarer Form hierher nach Bad Blumau gefahren zu sein. Und so beende ich diesen Lauf mehr als zufrieden, nach 4:34:35 Stunden. Unter den Augen meiner Gastgeber Babsi und Hannes (alias "Kraxi") übrigens, die sich heute die Zeit nahmen meinem und dem Zieleinlauf anderer Bekannter beizuwohnen.

Ergebnis Lauf 3: 4:34:35 Stunden, Platz 5 von 25

 


 

Tag vier, Freitag, 9. Juli

300 mal Marathon und weiter

Wer oder was sollte meinen Erfolg, den Aufstieg in die Klasse "Marathon 300+", verhindern? Petrus wird keine Blitze aus heiterem Himmel schleudern und die Götter des Laufsports werden mich vor anderem Übel bewahren. Es wird vielleicht - nein ganz sicher - wehtun (wann tat es das zuletzt nicht?), in weniger als fünf Stunden aber vollbracht sein. Entsprechend aufgeladen und bester Laune lasse ich mir die Komplimente der Mitläufer schon jetzt gefallen. Relativiere pflichtschuldigst und ein bisschen kokett mit "Danke! Doch erst muss ich heute finishen!", sonne mich aber in der mir zuteil werdenden Aufmerksamkeit. Wer könnte eher ermessen, was es bedeutet 300 mal die Marathon- und Ultraschuhe anzuziehen als die hier versammelte Riege von Vielläufern?

Dass zugleich Martin seinen 100. Marathon feiert, an der Seite seiner Partnerin Helga, mit der er an diesem Freitag auch noch den Hochzeitstag begeht, stiehlt mir keineswegs die Schau. Ich kenne und schätze diesen Mann, wir sind uns schon einige Male begegnet. Dumm nur, dass mir wie üblich kein Name einfallen will, so sehr ich auch in der Rumpelkammer, die andere Gedächtnis nennen, herumkrame ...

Eine junge Frau tritt heute zu ihrem ersten Marathon an. Ein ganz besonderes Jubiläum: Den ersten erlebt man nur einmal und für viele ist er richtungsweisend. Oft schreit das Erlebnis nach mehr - so war es bei mir -, nicht selten missrät es aber auch zur schmerzlichen und deshalb einmaligen Grenzerfahrung.

Los geht's, einmal mehr durch die Gasse applaudierender Kinder. Anders als gestern spüre ich heute keine übermäßige Steifheit und was erwartbare Zipperlein angeht, melde ich erfreut: Fehlanzeige. Damit das so bleibt, nicht zuletzt auch morgen, nach erfolgreich erfüllter Mission "4xMarathon", untersage ich mir den Ehrgeiz einer 4-Tages-Bestzeit nachzujagen. Normalen Verlauf vorausgesetzt sollte ich auch so nach etwa 4:45 Stunden mein Jubiläum begehen können.

Fast will mir scheinen, als wäre das Wetterschicksal von Bad Blumau zu einem nicht unerheblichen Teil an meine Anwesenheit geknüpft. Gestern und über Nacht wechselten die Wetterprognosen für meinen Jubiläumstag mehrfach. Auch von ergiebigem Regen und Gewittern stand geschrieben. Aber Udo ist zugegen und so blitzt der Stern erneut aus azurblauem Himmel bei wohligen 22°C.

Zwei weitere Österreicher, denen ich schon häufiger begegnete, drehen heute ihre Runden. Zum einen Werner, für den mittlerweile auch mehr als 270 Marathons zu Buche stehen. Last but not least Harald, der nach mehreren Anläufen inzwischen zum Spartathlon-Finisher avancierte. Ein Kraftakt, den ich nur zu gut einzuschätzen vermag. Damit er gelingt, muss du zur Stunde X nicht nur zu den bestausdauertrainierten Menschen auf dieser Welt zählen. Du brauchst auch die Gunst der griechischen Götterregie, oder - um es weniger pathetisch auszudrücken - ein gerüttelt Maß an Glück. Darüber hinaus einen fest zementierten Durchhaltewillen und schier endlose Leidensfähigkeit.

Von alledem "ein bisschen" wird heute reichen, um mich ins Ziel zu retten. Keine besonderen Vorkommnisse auf den ersten langen Runden. Auf halber Distanz zeichnet sich mit 2:19 Stunden ab, worauf ich meinem Gefühl entsprechend gewettet hätte: Keine Bestzeit, aber ich werde mutmaßlich unter 4:40 Stunden bleiben. Eine Aussicht, die mein Stimmungsbarometer noch weiter steigen lässt. Dieser Freitag entwickelt sich zu einem Lauftag, an dem alles zu passen scheint. Angefangen von meiner Verfassung - nicht überragend, nach drei harten Tagen aber unerwartet passabel -, übers Wetter, den vielen netten Mitläufern bis hin zum baldigen Finish.

Ein ums andere Mal wird mir beim Überrunden gratuliert. Inzwischen habe ich alle Vorsicht in den Safenbach geworfen und beschränke mich auf ein "Dankeschön" samt Lächeln als Antwort. Mit Martin und seiner Partnerin liefere ich mir ein unbeabsichtigtes "Duell", bei dem die Führung mehrmals wechselt. Je nachdem wer von uns und wie lange zur Versorgung verweilt. An Labe zwei in der Therme treffen wir zufällig aufeinander. Auch Karl labt sich gerade mit Cola und Wasser. Gelegenheit ein Bild von uns vieren schießen zu lassen.

Wieder schütte ich Unmengen von Flüssigkeit in mich rein, die quasi ohne Umweg durch die Poren wieder zu verdampfen scheint. "Unten" kommt wie gehabt kein Tropfen davon an. - Ich überhole die Italienerin Carla, die beiläufig "Vollzug" meldet. Ich bat sie bei Gelegenheit Angela Gargano "Grüße von Udo" auszurichten. Wenn ich Carla richtig verstehe, dann erledigte sie den "Auftrag" gestern per E-Mail.

Müsste ich mich an diesem Tag in betont heroischem Kampf auf dem Weg zum 300. Marathon bewähren, ich hielte mit meinem Heldentum sicher nicht hinter dem Berg. Doch mein Empfinden entspricht in etwa demjenigen an den Tagen zuvor: Das Tempo zu halten fällt mir nicht leicht, stellt aber auch keine übermäßige Herausforderung dar. Langsamer werde ich zum Ende hin auch nicht, was mich nach den Erfahrungen der drei voraufgegangenen Tage nicht mal mehr überrascht. Da und dort scheine ich sogar noch ein paar Sekunden gutzumachen, wenn ich die Pace der ersten Streckenhälfte zugrunde lege.

Vorletzte Runde und ganz bewusst nehme ich noch einmal die Streckenabschnitte in mir auf. Alle sprechen eine Einladung aus irgendwann wiederzukommen. Um dann vielleicht ein weiteres Mal wie 2017 alle 10 Marathons in 10 Tagen zu laufen. Ich bin dieser Vorstellung nicht abgeneigt, zumal die Vollendung des siebten Lebensjahrzehnts nicht mehr allzu lange aussteht. Will heißen: Bald werden lange Ultraabenteuer für mich unerreichbar werden. Was nicht zuletzt auch am Anspruch liegt, mit dem ich Wettkämpfe bestreite: Alles laufen, gehen nur ausnahmsweise. Wie weit joggt einer mit 70+ und dieser Einstellung? Marathon "flach", auch mehrere hintereinander, traue ich mir dagegen noch länger zu. Also gebe ich der Blumauer Runde ein lautloses Versprechen: Ich komme wieder!

Was für eine freudige Überraschung! Mein Freund Kraxi, am Knie operiert und deshalb ärztlicherseits zu maximaler Bewegungsvorsicht verdonnert, hat auch heute den Weg zur Strecke gefunden. In Höhe Thermeneingang wartet er in der vorletzten Runde mit schussbereitem Handy. Und zwei Streckenkilometer später lichtet er mich vor den von Hundertwasser gestalteten Prachtfassaden ab. Eigentlich wollte ich jemanden im Zielbereich meine Kamera in die Hand drücken, verbunden mit der Bitte meinen Zieleinlauf festzuhalten. Entfällt, denn nun wird der Freund zugegen sein.

Die Abschiedsrunde, alles letztmalig: Felder beidseits, das Taubenhotel, der Seerosenteich in dem auch heute die Frösche beharrlich schwiegen. Danach der geschwungene Weg im Kurpark, vorbei an den Pferdekoppeln und am Safenbach entlang. Über die Brücke, durch den Weiler Schwarzmannshofen hin zur Therme. Ein letztes Mal lasse ich mich optisch von bunten Wänden, verschieden geformten, ungleich großen und in diversen Farben lackierten Fenstern und goldenen Zwiebelkuppeln diverser Türmchen verwöhnen. Noch einmal ergötze ich mich am Fehlen streng geometrischer Formen, wünsche mir zugleich dieses Kunstwerk in nicht allzu ferner Zukunft ein weiteres Mal mit eigenen Augen sehen zu dürfen.

Zum letzten Mal vorbei an den bunten Fahnen und abschließend durch die Bad Blumauer Dorfallee. Und selbstverständlich schicke ich einen Abschiedsgruß hinüber zum Storchennest: Schön war's bei euch! Über die Brücke, dann folgen die letzten dreihundert Meter. Im Ziel werde ich schon von Kraxi und einigen Finishern mit Beifall erwartet. Veranstalter Otto zeichnet mich nach 4:35:55 Stunden mit der vierten Medaille meiner Laufserie aus; eine besondere Medaille, sie steht für 300 mal Marathon und weiter ...

Ergebnis Lauf 4: 4:35:55 Stunden, Platz 7 von 30 Teilnehmern und Teilnehmerinnen

 


 

Fazit zur Veranstaltung

Im Grunde habe ich meiner Einschätzung von 2017 nichts hinzuzufügen. Die Qualität der Veranstaltung war damals hoch und daran hat sich ebenso wenig geändert wie am Streckenverlauf. Ich betrachte daher das Resümee von 2017 als Bestandteil dieser Zeilen.

Fazit: Ich komme wieder!

 


Bilder: Hannes Kranixfeld, Dietmar Pruckner und Udo Pitsch

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